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Die Montessori Pädagogik
By Torsten | Juli 6, 2006
“Hilf mir es selbst zu tun†oder “Hilfe, ich muss es selbst tunâ€
Die Montessori Pädagogik ist ein von Maria Montessori erstelltes pädagoigsches Konzept, das die Entwicklung des Kindes von Geburt an bis zum Eintritt ins Erwachsenenalter umfasst. Die Montessori Pädagogik und das dazugehörige Arbeits-Material entstand aus ihren Beobachtungen und Erfahrungen als Ärztin und Pädagogin.
Ganz wichtig in der Montessori Pädagogik sind die sensiblen Phasen, in welchen die Kinder besonders interessiert und aufnahme- bzw. lernbereit für bestimmte Dinge sind. Kinder bis zu 3 Jahren sind z.B. sehr aufnahmefähig für Sinneserfahrungen und Eindrücke aus ihrer Umwelt. Von 1,5 bis 3 Jahre findet die sprachliche Entwicklung statt. Zwischen 2 und 4 Jahren entsteht eine Vorstellung von Zeit und Raum und die Bewegungen werden verfeinert. 3,5 bis 4,5-jährige Kinder interessieren sich besonders stark für Buchstaben und Schreiben. Mit 4 bzw. 4,5 Jahren entwickelt sich der Tastsinn.
Da in Montessori-Schulen auf Frontalunterricht weitestgehend verzichtet wird und dieser durch Freiarbeit und materialgeleitetes Lernen ersetzt wurde ist die Vorbereitete Umgebung im Klassenzimmer besonders wichtig. An den Wänden der Klassenräume befinden sich offene Regale mit verschiedenen Lernmaterialien, die nach verschiedenen Themengebieten der Montessori Pädagogik aufgeteilt sind, z.B. Sprache, Mathematik, Musik, Sinnesmaterial und Kosmische Erziehung (welche Erdkunde, Biologie und teilweise auch Religion und soziale Kompetenzen umfasst). In manchen Klassen befinden sich auch immer noch Montessori Material für die Übungen des täglichen/praktischen Lebens.
Auf dem Boden liegt ein großer runder Teppich, was für die Montessori Pädagogik typisch ist. In manchen Klassenzimmern ist sogar Platz für eine Leseecke mit Couch. Das Zimmer strahlt eine angenehme, zum Lernen einladende Atmosphäre aus.
Der Schultag entsprechend der Montessori Pädagogik beginnt meist mit dem Morgenkreis auf dem Teppich. Hier werden z.B. der weitere Tagesablauf und die Freiarbeit besprochen. Der Lehrer hat evtl. einiges Material bereitgelegt, das für die Freiarbeit vorgestellt und besprochen wird.
Charakteristisch für die Montessori Pädagogik ist die Freiarbeit. Dabei können sich die Kinder ihr Arbeitsmaterial selbst wählen. Der Lehrer beobachtet, berät und hilft, wenn er darum gebeten wird. Der häufige Vorwurf an die Montessori Pädagogik “Die Kinder spielen ja nur”, sei dadurch entkräftet, dass die Montessori Pädagogik auch vorsieht Kinder zur Arbeit mit dem Material anzuleiten.
Die Fehlerkontrolle kann in den allermeisten Fällen durch das Material selbst erfolgen. Das ist eine Grundbedingung der Montessori Pädagogik. Die Kinder haben bei der Montessori Pädagogik auch mehr Selbstverantwortung, da sie sich die Freiarbeit (welches Material, welcher Schwierigkeitsgrad) und die Hausaufgaben bzw. das Lernen (Wochenplan – zumeist keine festgelegten Hausaufgaben, die bis zum nächsten Schultag erledigt sein müssen, sondern auf eine Woche bezogen und im Wochenplan festgehalten sind) selbstverantwortlich sind. Dadurch eignen sich die Kinder ein hohes Maß an Selbstbewußtsein, Verantwortungsbewußtsein und sozialen Kompetenzen an.
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