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Was ist Hanf?
By Torsten | Juli 29, 2006
Hanf ist eine einjährige Nutzpflanze, die unter dem botanischen Namen cannabis sativa bekannt ist. Der nachwachsende Rohstoff wächst in ca. 100 Tagen zu einer stattlichen Größe von drei bis fünf Meter heran. Hanf wird aufgrund diverser potentieller Anbauziele ausgesät.
Der bekannteste Grund sind die extrem reißfesten Fasern, die aus den Stängeln der Pflanze gewonnen werden können. Die Fasern sind vermutlich am bekanntesten durch die Reparaturen an der heimischen Heizung. Der Heizungsbauer hat immer eine handvoll Fasern in der Tasche. Mit Hilfe der Fasern werden Wasserrohre abgedichtet. Die Naturfasern eignen sich zum Abdichten, weil diese extrem viel Feuchtigkeit aufnehmen kann und gleichzeitig dabei expandiert. Deshalb sind auch Zeltplanen aus Hanffasern mehr oder weniger wasserdicht. Ein Sekundärrohstoff der Fasergewinnung sind die sogenannten Hanfschäben. Sprengt man die holzigen Bestandteile des Stängels von den Fasern ab, so verbleiben die an grobe Holzsplitter erinnernden Hanfschäben. Die Hanfschäben stellen eine hervorragende Alternative zu Stroh dar und werden als Pferdeeinstreu eingesetzt.
Ein zweites Ziel des Hanfanbaus ist die Samengewinnung. Die Samen, welche botanisch betrachtet eigentlich Nüsse sind, stellen ein sehr gesundes Nahrungsmittel dar. Aus der Hanfnuss lässt sich zudem ein ernährungsphysiologisch wertvolles Pflanzenöl pressen. Das Öl kann zudem zu gut verträglichen Kosmetika weiterverarbeitet werden.
Aufgrund der vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten ist der Hanf eine interessante Nutzpflanze für die Landwirtschaft. In den letzten zehn Jahren ist die Anbaufläche von Null auf mehrere Tausend Hektar angewachsen. Dieser Trend könnte sich in den folgenden Jahren durchaus fortsetzen.
Klaus-Martin Meyer
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