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Das Leben des Charlie Christian

By a.reer | März 12, 2007

Wer über Musiker spricht, die das Gitarrenspiel revolutionierten, darf von Charlie Christian nicht schweigen. In seinem kurzen Leben setzte er Maßstäbe für die gesamte moderne Jazz- und Popmusik.
Geboren wurde Charlie Christian am 29. Juli 1916 (manche Quellen geben 1919 als Geburtsjahr an) im texanischen Dallas als Sohn einer Pianistin und eines Posaunisten. Da sein Vater wegen einer Augenerkrankung, die zur Erblindung führte, seinem Beruf nicht mehr nachgehen konnte, konzentrierte er sich auf die Musik, was sich auch auf Charlies Erziehung auswirkte. Als er gerade erst laufen lernte, erhielt er schon seinen allerersten Gitarrenunterricht. Später wurde er zunächst am Saxophon und am Bass ausgebildet, spielte jedoch in lokalen Street-Bands (die Familie war inzwischen nach Oklahoma City umgezogen) Mandoline. Im Alter von zehn Jahren, nach dem Tod seines Vaters, beschloss er, sich auf die Gitarre zu konzentrieren.
Nach einem kurzen Intermezzo im örtlichen Baseballteam lernte er die Gitarristen Ralph Hamilton und James Simpson kennen, die für die folgenden Jahre seine Musiklehrer wurden. Doch schon damals entwickelte er seinen eigenen Stil, indem er statt Akkorden “single notes” spielte. Damit erregte er in der Jazzhochburg Oklahoma City bald großes Aufsehen und konnte sich über erste Engagements freuen.
Im Verlaufe der 30er Jahre erweiterte er seinen Fankreis stetig, ohne jedoch einen echten Durchbruch zu erzielen. Das änderte sich, als er (nachdem er zur elektrisch verstärkten Gitarre übergegangen war) 1939 vom Produzenten John Hammond entdeckt wurde. Dieser brachte ihn mit Benny Goodman zusammen.
Goodman, der von der noch geltenden Rassentrennung nichts hielt, spielte schon seit Jahren mit schwarzen Musikern zusammen. So bekam auch Charlie Christian seine Chance, ein breites Publikum zu erreichen. Und er nutzte sie. Stücke wie “Seven come Eleven” oder “Honeysuckle Rose” zeugen noch heute davon.
Bald spielte er auch mit progressiveren Musikern wie Thelonious Monk, Dizzy Gillespie oder Charlie Parker. Sein Stil war wie geschaffen für die Entwicklung des Bebops, an der er einigen Anteil hatte.
Aber schon 1941 beendete die Tuberkulose seine Karriere, im Folgejahr verstarb er.
Was uns bleibt, sind epochale Tonaufnahmen, aus denen viele spätere Gitarrenhelden ihre Inspirationen zogen.

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