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Fussballwetten

By fkoerner | März 27, 2007

Die Faszination beim Fussballwetten würde ich ähnlich der beim Roulette bezeichnen. Rot oder schwarz, nach Beendigung des Ereignisses weiß man spätestens Bescheid. Hat man die Wette verloren ist man sich sicher beim nächsten Mal den “Fehler” zu korrigieren und den Ausgang erfolgreich zu gestalten. Doch Vorsicht, die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist nach wie vor dieselbe wie bei der ersten Wette.

Die Kunst des Ganzen ist es meiner Meinung nach den konsequent sicheren Weg zu gehen, wenn es denn diesen Weg überhaupt gibt. So wie beim Roulette ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bayern München zu Hause gegen den Vfl Bochum nicht gewinnt zwar sehr gering, aber sie ist dennoch hoch genug den eingesetzten Betrag ganz und gänzlich zu verlieren. Lösung kann also nur sein sich selbst gewisse Vorgaben zu setzen und diese dann auch umzusetzen.

Nun kommen wir schon zum zweiten Problem. Die Emotionen. Diese zu kontrollieren ist wohl für jeden der sich in irgendeiner Weise mal mit Fussballwetten beschäftigt hat die schwerste aller Übungen. Jeder Tipper hat schon einmal irgendeinen Gewinn erzielt und an eben diesen einen, wenn auch noch so kleinen, Gewinn erinnert er sich immer wieder, und am meisten dann, wenn er gerade mal wieder, unglücklicherweise, eine Wette verloren hat. Nun versucht er also seinen Verlust gleich wieder auszugleichen, sich an Bayern München, oder wer einem auch immer seine Wette versaut hat, zu rächen. Man erhöht das Risiko, denn wenn ich 20€ verloren habe, und nur noch 20€ übrig habe, muss ich natürlich die entsprechende Quote wählen um den Verlust wieder wett zu machen. Und schon beginnt eine gefährliche Spirale zu drehen, bei der man die Einsätze erhöht, die eigenen Vorgaben über den Jordan schmeißt und irgendwann die Schwelle zur Gefahr schon übertreten hat ohne es ernsthaft zu merken.

Fazit meinerseits, man sollte sich gut überlegen wie man es macht, wo man es macht, mit wie viel man es macht und ob man es überhaupt machen sollte.

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