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Produktionsweise von Porzellan

By Torsten | Juni 22, 2007

Bei der Herstellung von Porzellangegenständen ist es extrem wichtig, dass das Material wiederstandfähig und auch wasserdicht ist. Was wäre eine Tasse, die den Kaffee nicht nur oben rauslässt?

Nachdem die Formen der einzelnen Teile aus der Porzellanmasse hergestellt worden sind, erfolgt eine Trocknungsphase, bevor die Teile den ersten von mehreren Bränden erhalten.

In 18 bis 20 Stunden durchläuft das Porzellan den sogenannten Schrühbrand, der bei einer Temperatur von ca. 900°C bis 1000°C durchgeführt wird.

Bei diesem Rohbrand entstehen zwischen den Korngrenzen der einzelnen Rohstoffmoleküle Kristalle, die das ganze Gefüge zusammenkitten und regelrecht verschmelzen. Diese Kristalle verglasen förmlich die Porzellanmasse, man spricht von Sintern.
Die Porzellanmasse zerfließt zum “Scherben”, wie man in der Fachfrage der Porzellanherstellung sagt. Der Scherben lässt sich nicht mehr verformen, enthält aber noch soviel Feuchtigkeit, dass man Dekorteile und Henkel jetzt anbringen, “garnieren” kann. Die Temperaturen hierfür variieren je nach Materialbeschaffenheit und erwünschten Ergebnis.

Nach diesem Brand erhalten die Stücke, die Glasur, die dem Porzellan das schimmernde Äußere verleiht. Die Glasur kann aus bis zu 15 verschiedenen Grundstoffen bestehen, die verflüssigt im Tauchverfahren auf das Porzellan gebracht werden.
Je nach vorgesehener Brenntemperatur und gewolltem Enderscheinungsbild wird die Glasur individuell zusammengestellt.

Bei niedrig schmelzenden Glasuren werden ca. 1000°C, bei hoch schmelzenden über 1200°C benötigt, um den Glattbrand des Porzellans optimal durchzuführen.
Auch hier versintern die Glasuren mit dem Porzellanrohling zu Kristallen und machen somit das Porzellan oder den Scherben absolut wasserfest und kratzbeständig.
Heute kann man sich in vielen Porzellanmanufakturen und Museen, die Herstellung von Porzellan hautnah erklären lassen. Zum Beispiel in Schirnding, Firma Arzberg, Firma Rosenthal mit Hutschenreuther und Thomas in Selb oder die Porzellanmanufaktur in Meißen.

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