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Holz als Untergrund für Bemalungen

By dukasi | Juli 18, 2007

Über eine sehr lange Zeit war Holz der meistgenutzte Bildträger in Kunst und Kunsthandwerk. Ohne diesen einzigartigen Rohstoff wären Auftragsarbeiten in Malerei bis weit ins 17. Jahrhundert hinein nicht möglich gewesen. Holz ist ein besonderer Werkstoff und benötigt einen langwierigen Prozess zur Durchtrocknung. Es kann unter Umständen immer wieder auf Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswechsel reagieren. Somit gibt es sehr hohe Anforderungen an Auswahl, Lagerung, Verarbeitung und Aufbewahrung dieses Rohstoffes. Künstler waren immer schon mit dieser Problematik vertraut und entwickelten im Laufe der Zeit stetig neue Umgangsweisen mit diesen natürlichen Eigenschaften des Werkstoffes.

So ist die Auswahl der für den jeweiligen Verwendungszweck geeigneten Holzart von größter Wichtigkeit. Gewöhnlich wurde von Künstlern Holz aus der eigenen Region verwendet, denn der Transport des Holzes auf damals noch unbefestigten Wegen über größere Entfernungen war fast unmöglich. Künstler unterwegs auf Reisen nutzten meist regionaltypische Hölzer aus den gleichen Gründen.

Speziell in der italienischen Malerei wurden zunehmend Bilder größerer Formate hergestellt. Dafür war es nötig, mehrere Holzplatten miteinander zu verleimen. Sehr gut dafür eigneten sich Mittelbretter aus dem Holzstamm, die sich in der Regel später gar nicht oder nur wenig verwerfen.

Die Problematik dieses Untergrundes aus ständig arbeitendem Material führte zusammen mit der steigenden Nachfrage nach immer größer werdenden Bildabmessungen schließlich zur Verdrängung der Holztafel als Träger von Bildern. Mit modernsten Mitteln hergestellte Holzwaren bieten gegenwärtig aber sinnvolle Alternativen unter weitgehendem Ausschluss der aufgezählten Eigenheiten.

Bereits grundierte Malplatten aus Holz in Verbindung mit textilem Gewebe verfügen über ähnliche Eigenschaften wie Hartfaserplatten. Sie sind bruchsicher, leicht und lassen sich platzsparend einlagern.

Holzmalplatten aus Sperrholz bieten die Möglichkeit, mosaikartige Bildkompositionen zu erstellen. Sie werden genau wie andere Holzobjekte grundiert, darauf sind alle üblichen Techniken der Malerei möglich.

Versuche in der Malerei wurden auch auf Metallplatten unternommen. Die Einführung von Drucktechniken mit Metallplatten bildete sicherlich die Voraussetzung dafür, dass beispielsweise Kupfer vorübergehend auch eine sehr wichtige Rolle bei der Miniaturmalerei spielte. Dabei war Vorzug und Anreiz für den Miniaturmaler eindeutig die Ebenheit und die Oberflächenbeschaffenheit des Kupfers, die eine emailähnliche Bemalung erlaubt.

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