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Nachtlager im Freien

By silvio | September 28, 2007

Nachtsüber soll der Schlafsack wärmen und tagsüber im Rucksack mit wenig Gewicht und möglichst kleinem Volumen überzeugen. Ein Schlafsack funktioniert keinesfalls wie eine Herdplatte, eher wie eine Thermoskanne, er speichert Wärme und schützt vor der kalten Nachbarschaft. Je zapfiger es ist, desto funktioneller darf die Isolation des Schlafsacks beschaffen sein, was sich im Gewicht und dem Packmaß niederschlägt. Doch bei allem drang zum minimal- Fetisch, was hilft Minimalistisches, wenn nachts Väterchen Frost reinkriecht und dich mitnichten zur Ruhe kommen lässt. Kann der dünne Schlafsack im Hochsommer dich sicher in den Schlaf schicken, ist der Bereich doch limitiert. In den Bergen, im Norden und ab Herbst braucht`s was Warmes.

Die richtige Wahl für solch Bedingungen sind Dreijahreszeitenschlafsäcke. Nicht wesentlich mehr Gewicht als die dünnen Kunstfaserschlafsäcke, bewerkstelligen sie dich Temperaturbereich von über +12 Grad bis unter -6 C Celsius. Das reicht im Frühling, Sommer und auch im Herbst in der Regel aus. Wen es aber in höhere oder nördliche Regionen zieht, sollte noch ein zusätzliches Wärmepolster einplanen. Hier empfiehlt sich ein Dreijahreszeitenschlafsack mit Daunenfüllung in Verbindung mit eine entsprechenden Isomatte. Ein guter Schlafsack bewegt sich in einem Gewichtsbereich bis 1200 Gramm und einem geringem Pachkmaß um ihn noch durchdacht verpacken zu können. Die meisten bieten mit unteren Komforttemperaturgrenzen zwischen -9 und -20Grad hinreichend Reserve für kühle Nächte. Auf der anderen Seite sind solch Schlaftüten auch bei reichlich 12 C im Sommer nutzbar, wenn man diese offen lässt.

In den meisten Schlafsäcken fühlt man sich so gut aufgehoben wie im eigenen Bett. Bevor man jedoch in den Laden läuft, um sich dich Schlafsack zu besorgen, sollte einem bewusst sein, wo und vor allem was man mit ihm anstellen möchte. Dreijahreszeiten- Schlafsäcke unterscheiden sich in der Füllung gewaltig. Wer zum Beispiel schon an einem warmen Sommerabend fröstelt, während so mancher noch im Shirt da sitzen, braucht ein sehr wärmeres Modell. Zelt-Touren in nasskaltem Klima oder Trecks in monsumen Gebieten wie den Tropen, benötigen einem Schlaf­sack mit Synthetikfüllung. Daune ist hier un­geeignet. Die Bestückung fällt durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit in sich zusammen und isoliert weniger gut. Wer schnell friert, Greift zu einem wärmeren Schlafsack. Rechnen Sie für Ihre Tour um -10Grad, benötigen Sie als fröstelnder Mensch einen Schlafsack mit einem Temperaturbereich bis minus 20 Grad, etwa den Exped Hummingbird.

Graupne Silvio

info(at)biwakscharte.de

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