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Fusball EM in Klagenfurt
By lentos | November 28, 2007
Österreich sicherte sich im dritten Anlauf die Ausrichtung der Fussball Europameisterschaft 2008. Zuvor war man zweimal mit einer Gemeinschaftsbewerbung mit Ungarn gescheitert; letztendlich klappte es dann mit der gemeinsamen Bewerbung mit der Schweiz. Österreich verfügte zum Zeitpunkt der EM Bewerbung mit dem Ernst Happel Oval in Wien über nur ein – für die Ausrichtung eines Fussball-Großereignisses – taugliches Stadion. Unter anderem wurde mittlerweile auch das Wörthersee Stadion in Kärnten fertig gestellt. Es bietet eine Kapazität von 32.000 Plätzen und wurde im September 2007 feierlich eingeweiht.
Dem Stadionbau gingen zahlreiche politische Querelen voraus, durch welche zeitweise die ganze EM Austragung in Österreich auf dem Spiel stand. Schließlich einigten sich alle Streitparteien auf eine gemeinsame Lösung und 2005 wurde der Auftrag für den Stadionbau endgültig erteilt. Nach wie vor sorgt der geplante Stadionrückbau nach der Euro 2008 für Diskussionen; derzeit wird das Stadion vom österreichischen Erstligisten Austria Kärnten genutzt, doch es wird – zurecht – bezweifelt, dass es der Verein auch nur annähernd schaffen wird ein Stadion mit über 30.000 Plätzen regelmäßig zu füllen. Selbst der österreichische Zuschauermagnet und Rekordmeister Rapid Wien kommt in der österreichischen Liga “nur” auf einen Zuschauerschnitt von etwa 11.000 Leuten. Die Pläne für das Wörthersee Stadion (auch als Hypo Group Arena bekannt) sehen vor es nach dem Ende der Fußball EM auf eine Kapazität von 12.500 Zuschauern zurückzubauen.
Verständlicherweise fragen sich viele Menschen ob das Hochziehen eines neuen Stadions und der geplante Rückbau überhaupt Sinn macht; insbesondere wenn man bedenkt, dass in Klagenfurt nur drei Spiele der Fußball Europameisterschaft ausgetragen werden. Gegner des Stadion Rückbaus argumentieren, dass der österreichische Fußballverband ohne Rückbau geradezu dazu gezwungen wäre mehr Impulse für eine Attraktivitätssteigerung der österreichischen Liga zu setzen. Des Weiteren wird argumentiert, dass gerade der österreichische Fußball durch die Austragung der EM im eigenen Land für die Jugend wieder attraktiver wird und attraktive Spielstätten heutzutage ein “must-have” im internationalen Fußball sind.
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