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Autismus

By simon | Juni 21, 2008

Viele sogenannte Autismus-Fachleute haben eine Sichtweise, die sich stark von der von Autisten selbst unterscheidet. Sie unterteilen Autismus in Low- und High Functioning Autismus, Asperger Syndrom und frühkindlichen Autismus. Wer mit Asperger Syndrom diagnostiziert wird, darf oft in eine Regelschule gehen und hat später je nach Abschluss die Möglichkeit zu studieren. Wer mit frühkindlichen Autismus diagnostiziert wurde, gilt als “geistig behindert”. Teilweise werden Menschen so einsortiert, weil sie nicht sprechen, oder weil andere keinen Sinn in dem sehen, was sie tun. Manche von ihnen fangen in späteren Jahren an zu sprechen, andere bekommen alternative Möglichkeiten der Kommunikation angeboten, zum Beispiel am Computer. Und dann stellt sich heraus, dass sie sehr wohl etwas mitzuteilen haben, dass sie Gedanken, Träume und Ziele haben – die ihnen abgesprochen wurden, als man sie als “geistig behindert” klassifizierte. Manche von ihnen schreiben Bücher oder Weblogs – viele aber kämpfen ein Leben lang mit den Folgen einer frühen Abschiebung in ein Behindertenheim oder eine Sonderschule, wo niemand versuchte, ihnen etwas beizubringen, weil niemand sie für in der Lage hielt, etwas zu verstehen. Sicherlich sind Regelschulen nicht ohne Problem und sicherlich sind sie nicht für alle gemacht – letztes allerdings ist eine bewusste Ausgrenzung durch die derzeitige Schulpolitik. Autisten brauchen sowohl Akzeptanz, so wie sie sind, als auch Respekt vor ihren Fähigkeiten und – wie jeder Mensch – Unterstützung dabei, diese einzusetzen.

Topics: Gesundheit & Medizin | No Comments »

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