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Letzte Chance verpasst?

By Torsten | Oktober 27, 2009

Den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten, fällt den meisten Menschen verdammt schwer. Nicht nur, dass einen der Gestorbene fehlt, oftmals ist man traurig, dass man nie wieder die Chance hat, ihm bestimmte Dinge zu sagen. Hätte man vorher gewusst, dass man die Person nie wieder sieht, hätte man sich anders von ihr verabschiedet. Man hätte sie ein letztes Mal in den Arm genommen oder ihr gesagt, wie gerne man sie hat. Vielleicht hätte man sich auch entschuldigt oder für all das bedankt, was einem dieser Mensch gegeben hat. Doch gerade bei jungen Leuten kann der Tod oft nicht vorausgesehen werden. Kein Hellseher der Welt wird einem prophezeien, dass man in fünf Tagen einen tödlichen Autounfall haben wird. Das ist schließlich auch nicht Sinn und Zweck vom Hellsehen. Dennoch wünscht man sich im Nachhinein, dass man es vorher gewusst hätte.
Um ehrlich zu sein, würde das die Situation aber eher verschlimmern als verbessern. Schließlich würde man alles versuchen, um das schlimme Ereignis zu verhindern. Und klappt das nicht, ist man nicht mehr nur traurig, sondern würde sich auch schuldig fühlen. Man würde den Tod des anderen als eigenes Versagen definieren. Und daran vielleicht selbst zu Grunde gehen.
Gerade, weil man nie weiß, was als nächstes geschehen wird, sollte man jederzeit auf alles vorbereitet sein. Warum sagt man nicht bei jedem Abschied, dass man die andere Person gern hat? Warum achtet man nicht darauf, niemals im Streit auseinander zu gehen? Der Tod würde einen dann noch immer schrecklich treffen. Aber man hätte nicht mehr das Gefühl, etwas Wichtiges nicht gesagt zu haben.

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