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Roland und Rathaus

By fastline GmbH | Dezember 2, 2009

Der Roland gehört mit zu den bekanntesten Wahrzeichen der Freien Hansestadt Bremen und befindet sich auf dem Marktplatz und damit in unmittelbarer Nähe zum nicht minder bekannten Rathaus.

Der Roland von Bremen, als Zeichen bürgerlicher Freiheit und Eigenständigkeit aufgestellt, wurde im Jahre 1404 errichtet, die Statue aus Elmkalkstein ersetzte eine frühere hölzerne Figur, die 1366 verbrannte. Mit dem zum nahen Dom gerichteten Blick wurde damals die Kirche mit dem Roland provoziert, wurde damit doch der Wunsch der Bürger nach Unabhängigkeit von der in der Stadt herrschenden Kirche manifestiert.

Von Bremen aus wurde der Roland als Symbol für die bürgerliche Freiheit bekannt: so gab es im Mittelalter in vielen Städten derartige Statuen. Dem Bremer Roland wurde die späte Ehre zuteil, zusammen mit dem Rathaus, 600 Jahre nach seiner Aufstellung, im Jahre 2004 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen zu werden.

Neben dem bereits erwähnten Freiheitszeichen wurde damit auch das einzige europäische Rathaus des Mittelalters, das alle Unruhen und Bedrohungen der folgenden Jahrhunderte unbeschadet überstanden hat, von der UNESCO gewürdigt. Das Bremer Rathaus wurde in den Jahren 1405 – 1408 als gotischer Saalgeschoßbau errichtet. Trotz diverser Restaurierungen und einem Anbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat das Gebäude sich, so sagen die Fachleute, seine Authentizität bewahrt.

Und erhalten ist bis heute auch die Aufteilung in der Nutzung der beiden Etagen des (alten) Rathauses: die untere Halle steht dem “gemeinen Volk” offen, es finden dort Ausstellungen und Märkte statt; die obere Halle steht für repräsentative Zwecke zur Verfügung, die berühmteste Veranstaltung ist das als „ältestes Brudermahl der Welt“ bekannte „Schaffermahl“, das im Jahre 2006 zum 462. mal in altehrwürdigem Rahmen stattfand. Aber auch für Empfänge, Vorträge, Konzerte und Feiern jeglicher steht die obere Halle des alten Rathauses zu Verfügung.

Nicht zuletzt steht das Rathaus bei den unzähligen Führungen für Bremer Touristen im Mittelpunkt des Interesses. Besonders deshalb, weil eine Besichtigung mit geschulten Bremen-Führern die vielen Details des Rathauses erst richtig erschließt. Außerdem ist es die einzige Gelegenheit – auch für Bremer – einen Blick in die berühmte, von Heinrich Vogeler gestaltete „Güldenkammer“ zu werfen.

Topics: Reisen | No Comments »

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